Isenberg, Walter.

Wie die mechtige Erbkünigreich vnnd Fürstentumb Hispania. Hungern vnnd Gelldern, zu den loblichen heüsern Osterreich vn(d) Burgundi kommen sein biß auf … Karl Erwölten Römischen vn(d) Hispanischen etc. Künigen … Augsburg, Hans Schönsperger 1520. Folio. 32 Bll. nnum. Mit fast blattgroßem Titelholzschnitt und 23 Holzschnitten im Text von 18 verschiedenen Stöcken. Späterer Pergamentband mit floraler Vergoldung (etwas gewellt) €16.500,00

Rare first edition of this lavishly illustrated work celebrating the election of Charles V as Holy Roman Emperor in 1519 and the rise of the House of Habsburg during the 15th and 16th Century. Provenance: Hans von Aufsesz (1801-1872), founder of the „Germanisches Nationalmuseum“ in Nuremberg, with his stamp on title. Title partly soiled and with some repairs to margins, small duplicate stamp on verso of title, else a good copy. – VD16, I-346; USTC 706860; Zapf II, 144, XLIII; Geisberg Nr. 977-816; Lipperheide Cg 13.

Einzige Ausgabe, außerordentlich selten. Bedeutendes Augsburger Holzschnittbuch, in dem der Aufstieg des Hauses Habsburg im 15. und 16. Jahrhundert durch seine Heiratspolitik dokumentiert wird. Ausgangspunkte sind Karls des Kühnen Heirat mit Margaret von York und Kaiser Maximilians Heirat mit Maria von Burgund. Es folgen die Kriegszüge nach Ungarn und Spanien und die Ereignisse aus Maximilians Regierungszeit bis zu seinem Tode und zur Wahl Karls des Fünften. Der Autor Isenberg nennt sich in der Widmungsvorrede an Karl V. Memminger Bürger, erzogen am österreichischen Hof und später Kriegssekretär Kaiser Maximilians. Der illustrierte Titel mit dem Porträt Karls V. und dem kaiserlichen Wappen, umgeben von kleineren Wappen, ist die Kopie des achtteiligen Titelholzschnitts zu Sebastian Brants „An den alerdurchleüchtigsten … Herrn Carolum den fünfften … “ (Straßburg, 1. Aug. 1520). Die Textholzschnitte sind jedoch eigens für das vorliegende Buch und wohl in Augsburg gefertigt worden, der Künstler ist bis heute nicht identifiziert. – Stempel von Hans von Aufseß, Gründers des Germanischen Museums in Nürnberg, am weißen Unterrand des Titels und kleiner Dublettenstempel auf Titelrückseite, Titel etwas fleckig und mit kleineren Papierergänzungen in Falz und weissem Aussenrand, sehr breitrandig und mit klaren Abdrucken der Holzschnitte.